Forschungsprojekte

Studie 1: Lernprozesse in Offenen und Traditionellen Unterrichts-Settings (LOTUS)

Christoph Helm (Linz)

Eine der zentralen Fragen der Unterrichtsforschung ist, welches Lehrer/innen/verhalten zu Lernerfolgen bei Schüler/inne/n führt; und zwar nicht nur in kognitiven sondern auch in methodischen und sozialen Dimensionen. Während für die kognitiven Bereiche und für traditionellen Unterricht auf Grundschul- und Sekundarstufe I bereits viele Studien vorliegen, soll das vorliegende Projekt die Entwicklung von Kompetenzen in diesen Dimensionen auf Sekundarstufe II analysieren. Im Focus der Studie steht der geöffnete Unterricht (COOL – COoperatives Offenes Lernen) an kaufmännischen und wirtschaftlichen BMHS (HAK/HAS, HLW/FW); konkret im Fach Rechnungswesen. Folgende Ziele/ Forschungsfragen sollen erreicht/ beantwortet werden:

  • Entwickelt sich die Rechnungswesenkompetenz, die Lernkompetenz (Anwendung von Lernstrategien), die Sozialkompetenz, das Selbstkonzept und das Klassenklima unterschiedlich zwischen Schüler/inne/n die eher geöffneten Unterricht wahrnehmen und jenen, die das nicht tun?
  • Entwicklung eines Instrumentes zur Messung von Rechnungswesenkompetenz bzw. deren Abbildung über den Schulverlauf hinweg.

Studie 2: Cognitive Diagnose Modell zu Aufgaben im Rechnungswesen

Christoph Helm (Linz)/ Studierende der WIPÄD Linz

(Projektbeschreibung folgt)

Studie 3: Soziale Netzwerkanalysen zum kooperativen Lernen im Unterricht

Christoph Helm (Linz)/ Thorsten Henke (Potsdam)

(Projektbeschreibung folgt)

Studie 4: school-work-transition-Forschung

Christoph Helm (Linz)/ Julia Kolper (Bamberg)/ Karin Heinrichs (Bamberg)

(Projektbeschreibung folgt)

Studie 6: Heterogenität in sozialen Milieus

Barbara Herzog-Punzenberger (Linz)/ Christoph Helm (Linz)

(Projektbeschreibung folgt)

Studie 7: Pedagogical Content Knowledge von Rechnungswesenlehrkräften

Christoph Helm (Linz)/ Stefanie A. Mayer (Linz)

(Projektbeschreibung folgt)

JBWP-Anhang


Studie 8: Effekte von Schulentwicklungsmaßnahmen auf Schülerleistungen im Fach Mathematik

David Kemethofer (Linz)/ Julia Zuber (Linz)/ Christoph Helm (Linz)/ Denise Demski (Duisburg-Essen)/ Cornelia Rieß (BIFIE)

Seit Beginn der 1990er-Jahre und insbesondere nach den hinter den Erwartungen gebliebenen Ergebnissen österreichischer Schüler/innen im Rahmen der PISA-Untersuchung in den Kernkompetenzen Lesen, Mathematik und Naturwissenschaften zu Beginn des 21. Jahrhunderts erlebt das österreichische Schulsystem eine Phase der Veränderung der Steuerungslogik. Mit dem Ziel, systematische Qualitätsentwicklung und –sicherung in Schulen zu implementieren, wurden bislang dominierende Ansätze einer zentralistisch-hierarchischen „Input-Steuerung“ durch eine ergebnisorientierte „Output-Steuerung“ bzw. „evidenzbasierte Steuerung“ abgelöst. So sollen beispielsweise interne und externe Evaluationen schulische Qualität befördern. Die wissenschaftliche Befundlage zur Wirksamkeit derartiger Instrumente ist jedoch bisher vergleichsweise dünn. Im vorliegenden Beitrag wird der Zusammenhang zwischen Instrumenten der evidenzbasierten Steuerung und den Schülerleistungen im Fach Mathematik untersucht. Die Analyse zeigt, dass Schulen zum einen einzelne Qualitätsentwicklungs- und Qualitätssicherungsmaßnahmen in unterschiedlich hohem Ausmaß – auch in Abhängigkeit des Schultyps und der sozialen Benachteiligung – umsetzen, zum anderen, dass sich zum jetzigen Zeitpunkt kaum direkte Effekte von Instrumenten der Qualitätsentwicklung und  sicherung auf die Leistung der Schüler/innen nachweisen lassen.


Studie 9: Belastungsfaktoren am Schulstandort aus Schulleitersicht

Christoph Helm (Linz)/ Robert Moosbrugger (Linz)/ David Kemethofer (BIFIE)/ Sandra Bröderbauer (BIFIE)/ Susanne Luthe (BIFIE)

Annahmen darüber, wie Lernen funktioniert und wie Lernergebnisse „produziert“ werden, werden oft aus theoretischen Modellen wie dem Angebots-Nutzungsmodell (Helmke 2003) abgeleitet und via Items operationalisiert. Selten werden offene Fragen an Akteure des Lehr-Lernprozesses gestellt, um zentrale Einflussfaktoren auf das Lernen aus deren Sicht zu erfassen. Der geplante Beitrag untersucht, durch welche Faktoren das Lernen an Schulen aus Sicht der Schulleiterinnen und Schulleiter beeinflusst wird. Im Rahmen der Bildungsstandard-Überprüfung 2012 hatten Schulleitungen die Möglichkeit die oben erwähnte Fragestellung in Form von offenen und geschlossenen Fragen zu beantworten. In Summe stehen Aussagen von etwa 1400 (geschlossene Fragen) bzw. 650 Personen (offene Fragen) zur Verfügung.

Der Fokus des Beitrags liegt in der inhaltsanalytischen Auswertung der offenen Fragestellung, wobei die Schulleiteraussagen den Antwortmustern der geschlossenen Fragen gegenübergestellt und miteinander verglichen werden sollen. Zusätzlich ist geplant, die beeinträchtigenden Lernfaktoren mit Merkmalen der Schule (z.B. Schultyp, Schulgröße, Standort) zu verknüpfen. Eine erste Auswertung zu den geschlossenen Items zeigt, dass im Schnitt eher unerwartet wenige Faktoren als belastend erlebt werden und dass zwischen den Schultypen (AHS, APS) kaum Unterschiede zu beobachten sind. Eine Ausnahme stellt die fehlende Unterstützung der Schülerinnen und Schüler durch ihre Eltern dar, welche von den APS-Schulleitungen häufiger beklagt wird.


Studie 10: Direkte und indirekte Effekte der aus Schulleitersicht wahrgenommenen Belastungsfaktoren am Schulstandort (über das Unterrichtsmerkmal „kognitive Aktivierung“) auf die Schülerleistungen und die Schulzufriedenheit

Christoph Helm (Linz)/ Robert Moosbrugger (Linz)/ David Kemethofer (BIFIE)/ Sandra Bröderbauer (BIFIE)/ Susanne Luthe (BIFIE)

Während in Studie 2 auf Basis der qualitativen Kategorienbeildung und der eher deskriptiven, bivariaten Zusammenhänge auf Schulebene Einblicke in die Struktur der Belastungsfaktoren ermöglicht wird, zielt Studie 3 darauf ab, dieses gewonnene Wissen zu verwerten, in dem es in ein Pfadmodell einfließt, dass direkte und indirekte Effekte dieser Belastungsfaktoren auf die Schülerleistung und Schulzufriedenheit (auf Gruppenebene) analysiert. Als Prädiktoren werden die in Studie 2 (auf Basis der geschlossenen Items) gebildeten „Belastungsfaktoren“ ins Modell einfließen. Die abhängigen und zu erklärenden Variablen bilden die BIST-M8-Schülerleistungen sowie die Zufriedenheit. Um indirekte Effekte über die Unterrichtsgestaltung zu analysieren wird als Mediator auf Klassenebene, die aggregierte Schülerwahrnehmung des Mathematikunterrichts verwendet. Die Auswertungen werden über das BIFIEsurvey-Paket (Robitzsch & Oberwimmer 2015) vorgenommen.


 Studie 11: Computer-basiertes adaptives Testen (CAT) in der Berufsbildung

Christoph Helm (Linz)/ Stefan Oppl (Linz)

Im Rahmen dieses Kooperationsprojektes mit dem Institut für Wirtschaftsinformatik – Communications Engineering (Ass.-Prof. DI Dr. Stefan Oppl, Florian Reisinger) wurde eine erste adaptive Beta-Onlineversion des erprobte Rechnungswesentest „WBB“ erstellt. Dazu wurden die Programmierexpertise sowie die statistische und fachdidaktische Expertise der kooperierenden Institute eingebracht.


Studie 12: Accuracy of confidence judgments: Stability over time and predictive validity for learning outcomes and goal orientation in mathematics.

Loredana Mihalca (Genf)/ Christoph Helm (Linz)/ Katrin Bürger (Aachen)

Dieses Projekt findet in Kooperation mit der Technischen Hochschule Aachen (Dr. Loredana Mihalca und Dr. Katrin Bürger) statt. Ziel des Experiments ist es, (1) zu messen, wie gut Studierende (u.a. der WIPÄD der JKU) ihre Fähigkeiten beim Bearbeiten kognitiver, mathematischer Aufgaben einschätzen und wie sie wiederum ihr Vertrauen in diese Einschätzung bewerten. (2) Weiters geht es um den Zusammenhang zwischen diesen Einschätzungen der studienbezogenen Motivation der Studierenden. (3) Es wird gemessen, wie sich diese Einschätzungen und Kompetenzen sowie die Motivation im Zeitverlauf verändern.


Studie 13: Kompetenzanalysen auf Basis von Stellenanzeigen

Sandra Bley (München)/ Christoph Helm (Linz)

(Projektbeschreibung folgt)